Warum wir den Waldschutz in Brasilien unterstützen

2020 wurden wir zum zweiten Mal als klimaneutrales Unternehmen zertifiziert. Neben eigenen Initiativen wie der Nutzung von Solarstrom und eines E-Fuhrparks, kompensieren wir unseren übrigen CO2-Ausstoß durch die Förderung des Waldschutzes in Brasilien. In diesem Artikel möchten wir Ihnen mehr über unser Klimaprojekt und die Problematik der Abholzung des Regenwalds erzählen.

Waldschutz Regenwald

Die brasilianische Stadt Portel liegt nahe des Amazonas und bietet ideale Voraussetzungen für den Anbau von Soja. Das Gebiet wird deshalb von Landwirtschaftsbetrieben großflächig abgeholzt. Das ist in vielerlei Sicht problematisch, denn die Zerstörung des Regenwalds gefährdet nicht nur einen der wichtigsten CO2-Speicher der Erde, sondern auch die Heimat der lokalen Bevölkerung und vieler bereits vom Aussterben bedrohter Tierarten.

Seitens des Staates wird das Vorgehen der Betriebe toleriert und durch das problematische Landrecht sogar erst ermöglicht. Denn in Brasilien ist es rechtlich erlaubt, sich ungenutzte Flächen anzueignen und diese landwirtschaftlich zu nutzen. Leider gelten auch Naturschutzprojekte als ungenutztes Land und können somit einfach „enteignet“ werden. Neben Landraub kommt es auch immer wieder zu Brandstiftung. Laut einer Studie von Science sind mindestens 20% der Sojaexporte in die EU mit illegaler Landnutzung verbunden.

Das kann der Waldschutz bewirken

Ziel des Waldschutz-Projekts in Portel ist es, den Amazonasanwohnern Landrechte zu sichern und damit eine Übernahme durch Landwirtschaftsbetriebe zu verhindern. Die „Ribeirinhos“ – so nennen sich die Bewohner des Amazonas-Gebietes – zählen zu den Ärmsten des Landes. Indem sie langfristig gesicherte Landrechte erhalten, können sie ihre Lebensbedingungen verbessern und sich beispielsweise als Kleinbauern ein Einkommen verschaffen. Außerdem wird durch Bildungsangebote die Wichtigkeit des Waldschutzes vermittelt. Denn der Wald ist nicht nur Heimat für Tier und Mensch, sondern auch unverzichtbar für ein stabiles Klima. Durch das Waldschutz-Projekt können jedes Jahr ca. 3.000 Hektar Regenwald vor der Abholzung bewahrt werden.

Abholzung des Regenwalds: Ein globales Problem

Bis zu 11% der globalen CO2-Emissionen stehen mit der Zerstörung von Wäldern in Zusammenhang. Dabei sind gerade intakte tropische Wälder einer der wichtigsten Kohlenstoffspeicher. Die Entwaldung trägt zum Klimawandel bei und hat somit globale Auswirkungen. Doch bereits die Ursachen sind globaler Natur: Denn die Entwaldung wird nicht nur durch das brasilianische Rechtssystem, sondern auch durch internationale Geschäftsbeziehungen begünstigt. Allein Deutschland importierte 2017 5,8 Millionen Tonnen Soja – vor allem aus Brasilien. Als Tierfutter in der Massentierhaltung eingesetzt entstehen bei uns nochmals negative Klimaeffekte. Laut der Deutschen Umwelthilfe ist die Fleischproduktion die Hauptursache für die Waldzerstörung in Südamerika.

Es besteht also Handlungsbedarf – für den brasilianischen Staat, aber auch für alle Staaten, Unternehmen und Konsumenten, die indirekt für die Abholzung mitverantwortlich sind. Waldschutz-Projekte wie dieses können dazu beitragen, Gebiete zu schützen und das Leben der einheimischen Bevölkerung zu verbessern. Doch internationale Maßnahmen wie die Einführung von Lieferkettengesetzen oder die Schaffung von Anreizen für den Waldschutz sind genauso wichtig, um den Regenwald langfristig zu bewahren.

Fazit: Mit dem Waldschutz zur Klimaneutralität

Das Waldschutz-Projekt hat es uns ermöglicht, das zweite Jahr in Folge die Zertifizierung als klimaneutrales Unternehmen zu erhalten. Denn damit können wir jene Emissionen kompensieren, die wir noch nicht durch die Nutzung erneuerbarer Energien und unsere angepassten Prozesse einsparen konnten. Wir freuen uns sehr, durch das Projekt einen Beitrag zur Verbesserung sozialer und ökologischer Bedingungen leisten zu können.  

Klimaneutral
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