Warum umweltfreundliches IT-Management in Unternehmen häufig behindert wird

In vielen Unternehmen gilt die Datenträgerzerstörung auch heute noch als das Mittel der Wahl, um Datenträger nach ihrem Lebenszyklus außer Dienst zu nehmen. Dies hat jedoch nicht nur in Zeiten von Rohstoffknappheit und Lieferengpässen erhebliche Nachteile. Besonders da in vielen Fällen nicht nur die Datenträger, sondern die gesamte Hardware zur Verschrottung gegeben wird – und dies trotz einer Selbstverpflichtung für mehr Nachhaltigkeit von vielen Unternehmen.

Beitragsbild Kreislaufwirtschaft

Umweltschutz wird Unternehmen immer wichtiger – dies zeigt sich auch daran, dass die Mehrzahl der Konzerne Teams zur Verbesserung ihrer Umwelt- und Sozialleistung unterhält. Zudem erwarten viele Unternehmen ein Engagement auf diesem Gebiet von ihren Zulieferern und Partnern. Aus diesem Grund werden Umweltprojekte auf der ganzen Welt gerade von Konzernen gefördert. Doch gleichzeitig fällt es vielen Unternehmen schwer, selbst umweltfreundlicher zu handeln. Gerade die IT-Hardware würde Unternehmen viel Potenzial für einen geringeren CO2- und Umwelt-Fußabdruck bieten – und das sogar kostengünstig.

Während Papier und Toner zunehmend eingespart werden, wird die digitale Kommunikation ausgebaut. Dies bringt viele Vorteile und ist auch dem Umweltschutz zuträglich – doch wird zu wenig reflektiert, was mit den digitalen Endgeräten wie Notebooks und PCs sowie den Infrastrukturgeräten wie Switches und Servern nach ihrer Nutzung geschehen soll. Hier verhindern in vielen Unternehmen Unwissenheit sowie fehlende Kommunikation eine umweltfreundliche Lösung.

Recycling ist keine umweltfreundliche Lösung für IT-Hardware

Viele Unternehmen setzen auf ein Recycling der nicht mehr gebrauchten Hardware – nach nur wenigen Jahren der Nutzung und deutlich vor dem tatsächlichen Ende der Lebensdauer von Notebooks und PCs werden diese in die Verschrottung gegeben. Durch ein falsches Verständnis von Nachhaltigkeit wird dieses Vorgehen als unproblematisch angesehen, mehr noch: Nach einer Studie von Blancco aus dem Jahr 2020 sehen sogar 39 % der Konzerne dieses Vorgehen als umweltfreundlich an.

Recycling ist allerdings nicht so nachhaltig, wie man es sich wünschen würde. Nur ein geringer Anteil der in IT-Hardware verwendeten Materialien ist sortenrein, das Recycling muss daher zuerst die verschiedensten Materialien trennen – dies allein ist aufwendig und kann für viele Materialien gar nicht geleistet werden. Aber selbst dort, wo ein Recycling gelingt, können die Materialien nur in Ausnahmefällen wieder in einer Reinheit zurückgewonnen werden, in der sie wieder zur Produktion eines gleichwertigen Gutes verwendet werden können. Fast immer handelt es sich allerdings um ein Downcycling: Die Materialien können wiederverwendet werden, jedoch nur in minderer Qualität und für minderwertigere Waren. Und diese Betrachtung blendet bereits aus, dass nur ein geringer Teil der IT-Hardware überhaupt in den Recyclingprozess gelangt – auch heute noch wird global mehr als die Hälfte des Mülls verbrannt oder in Müllkippen vergraben. Dies gilt auch für IT-Hardware.

Wirklich nachhaltig ist, alle bereits produzierten Güter so lange wie möglich in der Nutzung zu erhalten. Dies bedeutet nicht, dass diese innerhalb des Unternehmens bleiben müssen. Ein Weiterverkauf oder eine Spende wäre ebenfalls sinnvoll. Besonders bei IT-Hardware ist dies unproblematisch umzusetzen, da für diese ein reger Gebrauchtmarkt besteht.

Datenschutz ist kein Hindernis

Oftmals verhindern bei IT-Hardware allerdings Datenschutzrichtlinien eine optimale Ausreizung der maximalen Lebensdauer und somit einen nachhaltigeren Umgang. Aber auch hier sitzen viele einem Fehlschluss auf – eine Entsorgung ist nicht gleich sicher. Wenn Prozesse zur 100 %igen Zerstörung aller Datenträger fehlen, können auch bei dieser Variante Unternehmensdaten verloren gehen und auf dem Schwarzmarkt oder auf Secondhandplattformen wie EBay wieder auftauchen.

Technisch gesehen ist eine Datenlöschung für fast alle Datenträger eine ausreichende Methode, um die Sicherheit von Unternehmensdaten zu gewährleisten – stattdessen sollte mehr Wert auf einen zuverlässigen Dienstleister zur Weiterverarbeitung gelegt werden. Dies wird auch von den Richtlinien der staatlichen Anstalten für Informationssicherheit wie dem deutschen BSI oder dem amerikanischen NIST empfohlen.

Vernetzung mit den Umweltteams im Unternehmen

Ein weiterer Faktor, warum IT-Hardware bei der Umweltbetrachtung außer Acht gelassen wird, ist dass Umweltteams und IT-Teams in vielen Unternehmen keine gemeinsame Schnittstelle haben. Mehr Kommunikation zwischen den Teams könnte dazu beitragen, dass der Wert einer nachhaltigen Sichtweise auf die IT zu einem Umdenken in der Nutzung führt. Welchen Beitrag dies für die Umweltbemühungen in Unternehmen haben kann, haben wir in unserem Blogbeitrag „Aktiver Umweltschutz durch Remarketing“ näher betrachtet.

Fazit

IT-Hardware sollte möglich lange in Nutzung bleiben, um der Umwelt nicht mehr als nötig zu schaden. Dazu ist es notwendig, dass sich die verantwortlichen Stellen besser vernetzen und sich zu den Umweltauswirkungen Ihres Handelns fortbilden. Ein Bonus für Unternehmen: Die sichere Löschung der Hardware und der anschließende Weiterverkauf sind Maßnahmen, die nicht nur den CO2-Fußabdruck verringert, sondern auch noch eine finanziell positive Bilanz aufweist. Damit ist das IT-Remarketing eine der wenigen Optionen zur CO2-Reduzierung, die Einnahmen statt Kosten generieren. Dies allein sollte Anreiz sein, sich mit der Thematik eingehend auseinander zu setzen. Gerne beraten wir Sie zum sicheren Umgang mit Unternehmensdaten sowie zu den Vorteilen, die sich für Sie aus dem Weiterverkauf Ihrer gebrauchten Hardware ergeben.

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